Nachhause kommen – die Integration eines psychedelischen Trips

Manche Trips sind in etwa so leicht zu verdauen wie Schweinsbraten oder Mayonnaisesalat. Nach meinem ersten psychedelischen Trip war ich vor allem eines: reichlich verwirrt. Meine komplette Weltsicht war immerhin innerhalb weniger Stunden auf den Kopf gestellt worden… Ich hatte keine Ahnung, was ich mit dem mir Gegeben anfangen sollte. Ich hätte damals dringend einen Auskenner zum Reden gebraucht, denn obwohl mir meine Freunde zuhörten, konnte mir niemand Antworten auf meine Fragen geben. → weiterlesen

Sucht – Irrglaube, Realität und Bekämpfung

I have seen the best minds of my generation, starving, hysterical, naked, dragging themselves through negro streets at dawn, looking for an angry fix…
Allen Ginsberg

Man hat uns beigebracht, dass Sucht eine chemische Reaktion unseres Körpers ist und man eine bestimmte Substanz nur lange genug nehmen muss, um süchtig zu werden. An der Spitze dieses gigantischen Suchtberges steht Heroin, dicht gefolgt von Chrystal Meth und Kokain, ganz unten befinden sich Tabak und Kaffee. Irgendwo dazwischen: Alkohol, Amphetamine, LSD und Co. → weiterlesen

Wer sich auf die Reise begeben sollte

It’s a dangerous business, going out of your door, you step onto the road, and if you don’t keep your feet, there’s no telling where you might be swept off.
J. R. R. Tolkien

Reisen ist abenteuerlich, aufregend, gewinnbringend – es kann aber auch gehörig schief gehen. Ich finde: Reisen ist die beste Metapher für das, was nach dem Konsum einer psychedelischen Substanz passiert. Nicht umsonst nennt man es einen Trip! Einige Leute scheinen geeigneter für das Trippen zu sein als andere. Aber stimmt das? Wer sollte eigentlich trippen? → weiterlesen

Ibogaine – Die Heilmedizin aus Afrika und die Heroinsucht

Iboga Pflanze

Stell dir vor, es existiert irgendwo in diesem Universum eine Wunderpille, mit der du tiefgehende Probleme in deinem Leben lösen kannst, zum Beispiel eine langjährige Heroin- Suchterkrankung. Eine Pille, mit der du einfach von Null anfangen kannst, ganz von Vorne. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Eine Droge, um Drogensucht zu heilen? Darf ich vorstellen: die Iboga-Pflanze aus Afrika. → weiterlesen

Ein Plädoyer für das nächtliche Träumen, das Heldentum und eine Rückkehr zur Bedeutung

Und einige Parallelen zwischen
fiktiven, psychedelischen und träumenden Reisen

„Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“ (Goya 1799)

Die wenigsten Menschen in unserer westlichen Gesellschaft scheinen ihre Träume wirklich ernst zu nehmen. Spannend, ja, lustig sowieso, aber dass Träume auch ein Werkzeug zu Selbsterkenntnis und Einsicht sind, begreifen nur einige Psychologen, alte Freudianer/Jungianer oder ein paar andere Verrückte. In unserer postmodernen Gesellschaft wurde die Bedeutung zuerst aus Träumen genommen (sie seien bloß „sinnloses Abfallprodukt des Gehirns“), dann aus unseren Geschichten (mittels Dekonstruktion), und schließlich aus allem anderen. → weiterlesen

Ein kritischer Blick auf Ayahuasca

Foto by Sascha Grabow

Als ich das erste Mal auf Ayahuasca stieß, hatte ich keine Ahnung, was das Zeug ist. In den letzten Jahren hat sich allerding so ein Hype um das Gebräu entwickelt, dass sogar große Fernsehformate (Joko & Klaas?) sich der Thematik annähern. Obwohl ich der Meinung bin, dass das Verbreiten des Wissens um das Transformations-Potential von Ayahuasca durchaus erstrebenswert ist, gibt es viele, viele Nachteile und Missverständnisse, die durch den Hype entstanden sind. → weiterlesen

Microdosing – ein Experiment

Nachdem in aller Munde ist, dass Microdosing selbst im Sillicon Valley von Technikern und Nerds zur Steigerung der Produktivität und Kreativität ausprobiert wurde, bin ich nun auch auf diesen neuen trippigen Zug aufgesprungen…

Nach einem Monat Microdosing von 1P-LSD (eine legal im Netz erwerbbare Variante des normalen LSD), präsentiere ich nun mein Zwischenresümee. Ich habe etwa alle drei Tage eine Dosis von 8-10µg zu mir genommen, immer morgens (auch wenn ich arbeiten musste oder sonstige Verpflichtungen hatte). Einmal nahm ich unabsichtlich 20µg zu mir – ein durchaus interessanter Tag. Autofahren oder Operationen durchführen empfehle ich nicht, aber in meinem Beruf kann ich niemandem wehtun, also was solls. → weiterlesen

Das ganze Leben ist ein Trip

Wir sind Menschen, und unsere Bestimmung ist es, zu lernen und in unfassbare neue Welten geschleudert zu werden.
Don Juan

Man kennt es, das ständige Auf und Ab des Lebens: Wenn man oben ist, genießt man und vergisst, dass man wieder runter muss. Man fühlt sich unbesiegbar, alles ist lustig, schön und so herrlich einfach.

Wenn man unten ist… Quengelt man rum; bemitleidet sich selbst; denkt, es nicht ertragen zu können; versucht, sich vom Schmerz abzulenken… → weiterlesen